UNO – neue alte Weltregierung

Bekanntlich hat ja jedes Ding 2 Seiten, mindestens, und wir erfreuen uns einer sog. Freien Presse, wo alle unsere Belange von allen Seiten beleuchtet werden. Oder etwa nicht?

Gibt es etwa auch eine mögliche Betrachtungsweise von z.B. politischen oder sozialen oder kulturellen Belangen, um die die Medien allgemein einen ideologisch motivierten großen Bogen machen?

 

Beispiel Irak-Konflikt, weil es so schön aktuell ist.

Obwohl es mittlerweile jedem bekannt sein dürfte, daß die USA 1990 nur durch massiven Propagandabetrug (die Geschichte von den aus Brutkästen herausgerissenen kuwaitischen Babys) die Welt auf einen Krieg gegen Irak einstimmen konnte, redet heute jeder davon, daß das Staatsoberhaupt des Irak weg muß. Jeder “weiß”, daß es ein böser Mann ist, der die “Weltgemeinschaft” nur belügt und in Wahrheit die ganze Welt bedroht.

Die Propaganda hat sich also - obwohl sie entlarvt wurde - in den Köpfen der Menschen eingenistet und trägt dort traurige Früchte.

Wir wissen, daß die Propaganda mit Zwecklügen arbeitet. Wir wissen es schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts, als wir Deutschen das Opfer dieser damals noch neuartigen Methode der Kriegsführung waren (...durch Deutsche abgehackte belgische Kinderhände...).

Aber -wer von uns kann denn wirklich überprüfen, ob der Irak Atombomben baut? Oder ob die Regierung das eigene Volk schikaniert. Oder Massenvernichtungswaffen herstellen und anwenden will? Ist es Husseins Schuld, daß als Folge der verwendeten Uranmunition immer noch unzählige Kinder verkrüppelt oder tot auf die Welt kommen? Daß die Menschen in Hunger und Elend leben wegen der von den edlen Demokraten verhängten Boykottmaßnahmen?

 

Warum stellt heute niemand mehr die Frage, ob es richtig ist,

sich in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates einzumischen, ihm Schnüffler auf den Hals zu senden, welche unter dem Vorwand, Massenvernichtungswaffen zu suchen, die militärische Stärke des Landes ausspionieren und Wissenschaftler verhören?

Seltsam, daß niemals die Legitimation der Weltorganisationen UNO oder “Weltsicherheitsrat” in Frage gestellt werden. Mit der Schaffung dieser anmaßenden Institutionen wurde zugleich die Souveränität eines jeden Staates auf der Erde in Frage gestellt. Und gemäß immer noch gültiger Feindstaatenklausel darf jeder der Kriegssieger von 1945 in Deutschland einmarschieren, wenn ihm hier irgendwas nicht paßt, die Regierung zum Beispiel.

Saddam (ist zwar der Vorname des Staatsoberhauptes, aber klingt so schön wie “Satan”) muß entwaffnet werden, klingt es unisono von links über die Mitte bis rechts. Nur über die Methode ist man sich offensichtlich uneins, zumindest geht man hier mit verteilten Rollen vor. Wobei die USA den Bösewicht verkörpern, der unbedingt draufhauen will.

Wer ist bei diesem teilweise schon zum Klamauk entartenden Schauspiel denn der jetzt schon feststehende Sieger?

Der eigentliche Sieger in dem Spiel ist doch in aller Munde, wird sogar in den medialen Darstellungen und politischen Reden immer an herausragender Stelle in die Debatte gebracht:

Es ist die zukünftige Regierung der Einen Welt, die UNO, mit ihren Weltorganisationen für Handel, Finanzen, Gesundheit, Kinder und alle sonstigen Bereiche des Lebens.

Die ganze medial-politische Show läuft nur darauf hinaus, in der “Weltbevölkerung” eine Akzeptanz für die “Weltregierung” zu schaffen, die unter normalen Umständen nicht zu erreichen wäre. Dazu benötigt man lediglich (man nehme...) einen weltweit tätigen Terrorismus, eine Bedrohung der Weltgemeinschaft durch Schurkenstaaten und ähnliche Probleme, die man nur global lösen kann.

Ein Bedrohungsszenario zur Rechtfertigung von militärischen Maßnahmen und wirtschaftlichen Sanktionen aufzubauen, ist für die anglo-amerikanischen Spezialisten schon  seit vielen Jahrzehnten reine Routine.  Nachdem Deutschland als Bösewicht und Weltbedroher abgedankt worden war, schlüpfte die zuvor verbündete und massiv unterstützte Sowjetunion bereitwillig in diese Rolle. Im Gegensatz zum Nationalsozialismus - national eben, wie der Name schon sagt - war der Kommunismus praktischerweise international tätig und daher längerfristig, in verschiedensten geostrategischen Zonen der Erde, als zu bekämpfende Bedrohung zu gebrauchen. Nun, da die Kommunisten zu Oligarchen mutiert und in den Plutokratenclub aufgenommen sind, dienen diverse “Antidemokraten” und dubiose, natürlich ebenfalls internationalistisch tätige, Terroristenführer als zu hauender Lukas.

Während also die USA und ihre Satelliten das Kriegsbeil schwingen -gegen die irakische Bevölkerung nun schon seit 12 Jahren - baut die UNO mit ihren angeschlossenen Organisationen, wozu neuerdings auch NGO’s gehören, wegen dem demokratischen Dünnlackanstrich, klammheimlich, still und leise ihre angestrebte Weltmachtstellung aus. 

 

Stand 13.02 2003...   zurück