Idealismus, was ist das?

Wenn man einen Begriff benutzt, ist es ratsam, vorher zu definieren, was man darunter versteht, anderenfalls man leicht an seinen Gesprächspartnern vorbeiredet. Was also bedeutet der Begriff Idealismus?

Im Brockhaus von 1937 wird der Idealismus einmal –als Platos Lehre von der Idee -in den Gegensatz zum Realismus gesetzt. Aber es heißt auch: „Kennzeichnend für den Idealismus ist seine Sittenlehre, die sich in dem Glauben an das Wahre, Gute, Schöne ausspricht (Gegensatz: Materialismus). Sein weltanschaulicher Kern ist aus der allgemeinen Verwendung des Wortes ersichtlich, wo es Begeisterung, opferfreudige Hingabe an große, zumal sittliche Gedanken bedeutet.“

Der Brockhaus von 1956 bringt eine wesentlich kompliziertere Abhandlung zu diesem Begriff hervor und kennt den Gegensatz zum  Materialismus nicht mehr. Einführend heißt es: „allgemein: eine durch àIdeen oder àIdeale bestimmte Weltanschauung und Lebensführung, im Gegensatz zu einer interessenverhafteten und an den bloßen Tatsachen orientierten Einstellung.“  Unter dem Begriff Ideal wird es dann etwas heller, dort heißt es: „Das konkret gedachte Hochbild eines Menschen, eines Werks, eines Verhaltens, eines Zustands. Ideale vermögen als Leitbilder das Handeln zu bestimmen; sie können so wirksam werden, daß der Handelnde ihnen sein Eigeninteresse zum Opfer bringt ->Idealismus).“

Ein Idealist sollte also zuerst mal seine angestrebten Ideale formulieren, zumal wenn er anderen Menschen seinen Idealismus vermitteln und sie zum Mitstreben anhalten will.

Welche nicht materialistischen Ziele kann man denn in dieser total materialistisch ausgerichteten Welt anstreben?

Wille zur Wahrheit, Selbstdisziplin, Rücksichtnahme, Überwindung von als negativ erkannten Charaktereigenschaften, Achtung vor der Schöpfung zeigen in allem, was man sagt und tut, der Schöpfung dienen und um ihre Höherentwicklung bemüht sein, Hochbilder von sich selbst, vom eigenen Verhalten, der eigenen Sittlichkeit erstellen und bei allem alltäglichen Tun versuchen, sich daran auszurichten, kleinlichen Zank und Hader, Neid und Mißgunst  vermeiden...dies alles sind Ideale, nach denen sich ein jeder selbst ausrichten kann.

Dies bedeutet lebenslanges Arbeiten an sich selbst. Der Mensch als seine eigene Dauerbaustelle, garantiert ohne Arbeitslosigkeit.  Mit fortschreitender Übung fällt es leichter und leichter, das eigene Handeln seinen idealistischen Werten anzugleichen. Die Freude über die gemachten Fortschritte wächst, die Seele gesundet, anstatt an den heutigen Zuständen zu verzweifeln, und man gewinnt eine positive Ausstrahlung auf seine Umgebung, man wird von ganz allein zum Vorbild für andere gutwillige Menschen.

 

Das ist der kleine, der innere Weg eines Idealisten. Aber wie kann man die idealistischen Kräfte durch Zusammenschlüsse gleichschwingender Seelen potenzieren? Wie kann man Wirkung über das eigene begrenzte Umfeld hinaus erzeugen? Und wie kann man verhindern, daß der gemeinsame Idealismus von irgendwelchen Mächtigen mal wieder mißbraucht wird?

 

Zunächst einmal müssen Ideale definiert werden, die von einer Gruppe von Menschen zugleich angestrebt werden können. Dazu kann es auch nötig sein, Scheinideale, denen Idealisten bisher nachgelaufen sind, als solche zu entlarven, um die positiven Bildekräfte auf  wirkliche Ideale lenken zu können.

Dies betrifft zum Beispiel all diejenigen, die sich zwar für andere Menschen einsetzen, aber damit nur vordergründige, materielle, den Egoismus von anderen fördernde Ziele verfolgen. Umverteilungsidealisten im Fahrwasser eines Robin Hood, wobei als zu plündernder Reicher schon jeder normale Steuerzahler der Industrieländer, kurz: der gesamte Norden, Modell steht.

Vielleicht müssen wirksam sein wollende Idealisten sehr viel Wissen um „letzte Dinge“ haben, damit sie nicht zur „Kraft, die stets das Gute will und doch das Böse schafft“ werden. Aber wird es damit nicht zu kompliziert, Idealismus zu leben?

 

Möglicherweise ist der Idealismus bei uns eine Erberinnerung an das Idafeld unserer göttlichen Ahnen (Asen), das Gefilde der Urmutter, das Paradies, die verlorene und zurückersehnte Idylle. Das würde unserem Idealismus eine Richtung geben, nämlich alles zu tun, um diesen Idealzustand wieder zu erreichen, zumindest die Saat dafür auszubringen.

 

Wie könnte denn ein solches Paradies, angepaßt an die heutige Zeit, auf Erden aussehen?

Die Gestaltung des Idafeldes darf auf keinen Fall denselben Ideologen überlassen werden, die es in den letzten Jahrhunderten geschafft haben,

die Wahrheit zu vergewaltigen, die Lüge fest in den Sattel zu heben, alles gesunde Rechtsempfinden in einem rein formalistischen „Rechtsstaat“ zu ersticken, die Völker Europas bald auf die Hälfte zu schrumpfen, ihre Kinder zu verblöden, die Frauen gegen die Männer und die Jungen gegen die Alten zu hetzen, alles Schöne in den Dreck zu treten und allen Dreck zum Schönheitsideal zu erklären, Jahrtausende alte Wertvorstellungen zu vernichten und an ihre Stelle die Unwerte der völkervernichtenden  „Westlichen Entwertungsgemeinschaft“ zu setzen, alle Begriffe umzudefinieren (aus Angriffskrieg wird „Friedensmission“, aus Kinderarmut arme Kinder, aus Staaten, die ihre Souveränität verteidigen, werden Schurkenstaaten...), aus Tätern Opfer und aus Opfern Täter zu machen usw.usf.

Daher muß der erste Schritt sein, die heute in unseren Köpfen existierenden falschen Vorstellungen von uns selbst, unserer Vergangenheit und unseren Zukunftsaussichten zu entlarven. Erst auf diesen Abriß des gigantischen Lügengebäudes der mittelalterlichen Geschichtsschreiber bis hin zur Nachkriegs-Mediengesellschaft kann etwas Neues folgen, eine neue Orientierung an unseren ewigen, da in unserem Wesen angelegten und daher von allen Imperialisten gefürchteten Werten. Diese Werte in der heutigen Zeit wieder für uns nutzbar zu machen ist schon eine große Aufgabe für Idealisten, da mit ungeheuren Widerständen seitens der Trugbilderrichter und Großverdiener zu rechnen ist. Eigentlich brauchen wir uns gar nicht mehr vorzunehmen, da schon diese Aufgabe über unsere eigene Lebensspanne hinaus gehen wird. Aber die Saat muß begonnen werden.

 

Die reinsten Idealisten sind normalerweise die Jugendlichen, doch gerade sie werden heute vom Materialismus und seinen Vertretern in Medien, Politik und Gesellschaft herabgezogen in die Niederungen einer egoistischen, triebhaften, entsittlichten, genuß- und besitzorientierten Lebensweise, mit nur dem einen Motto „nach mir die Sintflut, aber vorher noch möglichst viel Spaß“, oder, wie es die Gewerkschaft formuliert, „Her mit dem schönen Leben“!

 

Der Idealismus ist der natürliche Widersacher des Materialismus, aber auch des Imperialismus, des „Andere Beherrschenwollens“.

Ein „idealistischer Imperialist“ ist ein Widerspruch in sich, obwohl gerade der Welt mächtigste und gefährlichste Imperialmacht für sich in Anspruch nimmt, mit ihren weltweiten Einmischungen allgemeingültige Menschheitsideale zu vertreten und zu verteidigen.

 

Also, wie können wir Ziele formulieren, die wir gemeinsam als idealistische Bewegung zur Verwirklichung anstreben können? Sinnvoll ist eine Gliederung in verschiedene Sachgebiete, innerhalb derer die jeweiligen Ziele einzeln ausgearbeitet werden können:

Recht, Wirtschaft, Kultur, Erziehung, Politik, Gesundheit, Forschung, Religion.....

Kann es eine ideelle Definition für die ganze Menschheit geben oder müssen regionale kulturelle und wesenshafte Unterschiede berücksichtigt werden? Oder beides?

Was könnte für alle Völker der Erde der kleinste gemeinsame Nenner sein, auf den man sich über alle kulturellen und entwicklungsmäßigen Unterschiede hinweg einigen könnte? Frieden, Souveränität (Selbstbestimmung), ein alle Interessen der Völker – nicht der Ausbeuter - berücksichtigender Handel, Abschaffung von Zins und Inflation, Anerkennung aller nicht imperialistischen kulturellen und religiösen Ausdrucksformen, mögen sie uns auch noch so befremdend erscheinen...

Die zu leistende Arbeit ist gigantisch....Zeit zum Beginnen!

Mach mit!

 

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