Neues Berufsbild : Freiheitskämpfer(in)

 

Von der Bundesanstalt für Arbeit, den Arbeitgeberverbänden, wie auch von den Gewerkschaften bisher - nicht ganz uneigennützig in ihren Maßnahmen und Aktivitäten zur Stärkung des Arbeitsmarktes und der Gesellschaft - wurde der große Aufgabenbereich zur Gestaltung der freiheitlich-demokratischen Zukunft unseres Landes vernachlässigt. Rechtsstaat und Freiheit wollen erarbeitet sein, fallen also nicht, wie fälschlicherweise von manchen Medien suggeriert, wie Manna vom Himmel oder werden uns von befreundeten Staaten so einfach - möglichst noch ohne Gegenleistung - geschenkt. Es handelt sich um ein Gebiet, auf dem Beruf und Berufung fast als deckungsgleich zu betrachten sind, d.h., es geht um einen Aufgabenbereich, bei dem die Arbeit auch Spaß machen sollte, wo also Engagement nicht aus Druck oder Gier, sondern aus Überzeugung entsteht.

 

Das gesamte Aufgaben- und Arbeitsgebiet ist so umfangreich und kann so weit differenziert werden, daß sich daraus nicht nur eine erhebliche Entlastung des Arbeitsmarktes und der Arbeitslosenstatistiken ergeben könnte, sondern daß selbst daran zu denken wäre, ihn als eigenständigen Punkt in die Diskussionen des Bündnisses für Arbeit aufzunehmen, um dort maßgebliche Fortschritte zu erzielen.

 

Was den arbeitspolitischen, strategischen Umfang des Aufgabengebietes angeht, so ist es letztlich ja nicht damit getan, nur die Freiheit zu gewinnen, sondern anschließend oder auch begleitend muß weitergehend daran gearbeitet werden, die neuen Freiräume mit sinnvollen Inhalten zu füllen, wobei künftige Entwicklung nicht so sehr individuelle wirtschaftliche Vorteile, sondern Kulturen, Menschen und Umwelt angemessen berücksichtigt. Man könnte, wenn die angespannte Arbeitsmarktsituation es erfordert, sogar soweit gehen, im Jobsharing-Verfahren größte Teile der arbeitsfähigen, vielleicht gar der verpensionierten und berenteten Bevölkerungsschichten mit aufzurufen und, nach Möglichkeit ohne Belastung des Steuerzahlers oder der Staatsverschuldung, aktiv mit einzubinden.

 

Auch ließen sich heute noch arbeitslos gemeldete, wissenschaftlich qualifizierte Personen aus den Geisteswissenschaften, insbesondere Sozio- und Psychologen, bereits bei den Vorbereitungen einsetzen, da zunächst die Grundlagen für eine Erkenntnis der herrschenden Zustände und der damit angestrebten, verderblichen Ziele in den Köpfen und im Verständnis breiter Bevölkerungsschichten zu schaffen sind. Die heutige Praxis und das gängige, allein mit propagandistischen Gehinwäschemethoden konzipierte Bild von Gesellschaft, Umwelt und Geschichtsschreibung gilt es von jeder Schönfärberei zu reinigen und jedermann einen klaren Blick auf die herrschenden Zustände und das tatsächliche Bild der vergangenen Entwicklungen zu ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt , der große Anstrengungen erfordert, liegt im Aufgabenbereich der Informationsaufbereitung, -weitergabe und -verbreitung. Wie die noch herrschende aktuelle Situation lehrt, deren Methoden mit neuen Inhalten genutzt werden könnten, bedarf jede erstmalig geschaffene Grundlage einer permanenten Informations- und Erkenntnispflege.

 

Damit wird das, was sich zentral unter dem Berufsbild des Freiheitskämpfers zusammenfassen läßt, allein aus der Differenzierung des damit verbundenen Aufgabenspektrums zu einem völlig neuen Geschäfts- und Tätigkeitsfeld ausweiten. Ein Tätigkeitsfeld, in dem allein die herrschende Situation und damit der Ausgangspunkt zeigt, welch extrem hoher Bedarf an Arbeitskräften geboten ist. So könnte nicht nur eine erhebliche Entlastung des Arbeitsmarktes, sondern auch ein letztlich bis hin zur gesteigerten Arbeitsbereitschaft und -motivation sich auswirkender Anstoß erfolgen, der auch von der Arbeitgeberseite nicht unbeachtet bleiben kann oder unterschätzt werden sollte.

 

Alle Aktivitäten und Teilaufgaben treffen sich in dem gemeinsamen Ziel, der Gesamtheit des deutschen Volkes die Freiheit zu geben, sich seinen eigenen, sozial verpflichteten Rechtsstaat zu geben, in dem sowohl die sozialen Aufgaben gesellschaftsverträglich eingebunden sind, als auch ein allgemeingültiges Rechtssystem über jeden politischen Willen sowohl jeglicher Partei wie auch der gesamten Exekutive gestellt und von dortigen Einflußnahmen abgekoppelt wird. Ein Rechtsstaat, in dem, wie selbst das Grundgesetz sagt: „die Macht vom Volke ausgeht“.

 

Eine weitergehende Spezifikation sollte zum jetzigen Zeitpunkt zurückgestellt werden, gilt es doch zunächst einmal, das aktuell mit Lug, Trug und Korruption herrschende System abzuschaffen. Reformen allein sind bei dem Grad der Verkommenheit sowohl der Praktiken wie auch der angestrebten Ziele nicht erfolgversprechend und letztlich auch nicht durchführbar. Allein den Weg bis zu diesem Punkt aufzubereiten, an dem in Deutschland die Freiheit der Selbstbestimmung erreicht ist, allein dieser Weg fixiert den Aufgabenbereich eines jeden Freiheitskämpfers. Selbst wenn dabei alles Künftige vernachlässigt wird, so läßt sich auf der real existierenden heutigen Grundlage schon feststellen, daß jede kommende Lösung in jedem Falle besser ist als das Bestehende. Hat sie doch schon den Vorteil einer vom Volke selbstbestimmten Lösung.

 

Auch wenn bisher und wohl auch in nächster Zukunft mit keinerlei finanzieller oder sonstiger Unterstützung der öffentlichen Hand oder auch der Bundesanstalt für Arbeit zu rechnen ist, auch wenn eine Existenzgründungsförderung nicht in Aussicht steht, so wollen wir an dieser Stelle alle Interessierten ansprechen, die sich für die noch freien Stellen als

 

Freiheitskämpfer(in)

 

engagieren wollen. Dies einzig auf der Basis der historischen Wahrheit, womit sich auch die Mittel des Kampfes schon definieren.

 

Völlig ohne jede körperliche Gewalt soll, allein mit dem Mittel der mündlichen und schriftlichen Aufklärung sowohl über das, was unsere gemeinsame Vergangenheit betrifft, als auch, was die herrschenden Zustände, die aktuellen Machenschaften und die damit angestrebten Ziele angeht, bei jeder sich bietenden Gelegenheit jedermann angesprochen und das herrschende Unrecht angeprangert werden. Nicht etwa Großdemonstrationen sollen im Mittelpunkt stehen, sondern, neben der permanenten Ansprache des Einzelnen, wollen wir uns auf medienwirksame (ansonsten müssen wir selbst unser Medium sein), punktuelle Aktionen konzentrieren und unsere „aufklärenden Finger“ in die Wunden des Unrechts und der staatlich betriebenen oder unterstützten Willkür und des Terrors legen.

 

Jeder Interessent sollte selbst prüfen, wo die Grenzen seiner Mitarbeit und seines Engagements liegen. Denn es darf nicht verkannt werden, daß jede Freiheit, so auch die von uns angestrebte, nicht verschenkt wird, und daß die, die das heutige Herrschafts- und Unterdrückungssystem betreiben, ihre gesamte Macht und all ihre Möglichkeiten einsetzen werden, damit alles so bleibt wie es ist, damit sie auch weiterhin auf Kosten und zu Lasten unserer aller Zukunft ihren betrügerischen Täuschungs- und Vernichtungsgeschäften nachgehen können.

 

Wer die Freiheit sehen will, der muß zuvor die heutige Politik verstehen. Wer die gesamten weltweiten, historischen und zeithistorischen Entwicklungen erkennen will, der muß zuvor seinen Glauben daran, daß es jemals in der Neuzeit eine Demokratie und einen daraus abzuleitenden politischen Einfluß gegeben hätte, überwinden!

 

Demokratie ist zu einer Glaubensfrage aufgewertet worden!

Erst der zerstörte Glaube daran gewährt einen freien Blick auf die Politik!

 

Gerrit, im Juli 2002